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Pflegeservicebüro Ammerland - Startseite

News-Ticker zum Thema Pflege:

Mit dem Haustier ins Pflegeheim

Von seinem geliebten Haustier getrennt zu sein, ist für viele Menschen unvorstellbar. Denn gerade für Alleinstehende sind die Tiere oft wie ein Familienmitglied und ein wichtiger Ruhepol. Schwierig wird es deshalb dann, wenn Mensch und Tier sich trennen müssen etwa aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes oder des Umzugs in ein Pflegeheim. Das Problem: Im Krankenhaus sind Tiere verboten, in Pflegeheimen wird individuell entschieden, ob das Tier mitgebracht werden kann. Allerdings belegen Studien, dass Haustiere gerade Senioren guttun. Deshalb setzt sich die SoVD-Jugend in Niedersachsen dafür ein, dass Kleintiere, Katzen und Hunde generell in Pflegeheimen und unter bestimmten Voraussetzungen in der Klinik erlaubt sein sollten ...
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Neues Pflegegesetz: Jetzt noch schnell Antrag stellen

Im Januar 2017 tritt das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II in Kraft. Das bedeutet für viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen an vielen Stellen Verbesserungen auch finanzielle. Was die Pflegekassen allerdings verschweigen: Für manche Betroffenen kann es sinnvoll sein, noch 2016 einen Antrag für eine neue Begutachtung zu stellen etwa dann, wenn sich der Gesundheitszustand in letzter Zeit verschlechtert hat. Wer wissen möchte, ob das auf ihn zutrifft oder Unterstützung bei der Beantragung braucht, kann sich an die Experten vom SoVD in Ort wenden ...
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Zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI

Leistungsberechtigter Personenkreis:

Leistungsberechtigt sind pflegebedürftige Menschen in häuslicher Pflege, denen Leistungen der Pflegeversicherung zuerkannt worden sind (Pflegestufe I, II oder III) und bei denen der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) einen „erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf“ festgestellt hat. Seit 01.07.2008 haben auch Personen, die einen Hilfebedarf im Bereich Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung haben, jedoch nicht in eine Pflegestufe eingestuft wurden, ebenfalls Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen. Dies betrifft hauptsächlich Menschen mit Demenz, mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, die in Folge ihrer Krankheit oder Behinderung in der Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind. 

Für die Bewertung sind gemäß Pflegeversicherungsgesetz folgende Schädigungen oder Einschränkungen maßgebend: 

  1. unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Hinlauftendenz);
  2. Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen;
  3. unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen;
  4. tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
  5. im situativen Kontext inadäquates Verhalten;
  6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen;
  7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung;
  8. Störungen der höheren Hirnfunktionen, die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben
  9. Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus
  10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren;
  11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagsituationen;
  12. ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten;
  13. zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression.

Die Alltagskompetenz ist erheblich eingeschränkt, wenn der Gutachter des MDK bei dem Pflegebedürftigen wenigstens in zwei Bereichen, davon mindestens einmal aus einem der Bereiche 1 bis 9, dauerhafte und regelmäßige Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen feststellt. 

Zweck: Die Leistungen des Pflegeleistungsergänzungsgesetzes dienen hauptsächlich der Entlastung pflegender Angehöriger. 

Leistungen:

Die Berechtigten erhalten neben den Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung einen zusätzlichen Betreuungsbetrag in Höhe von bis zu 2.496 Euro pro Jahr für Betreuungsleistungen. Der Leistungsbedarf wird in 2 Stufen (Stufe 1: 1.248 € (104 € / Monat, Stufe 2: 2.496 € (208 € / Monat) entsprechend des festgestellten Betreuungsaufwands geleistet. Dieser deckt sich in der Regel mit den Pflegestufen, da mit der Schwere der Erkrankung der Bedarf an zusätzlichen Leistungen steigt.
Betreuungsleistungen- und Entlastungsleistungen der Stufe 1 (104 € /Monat) bekommen alle Pflegebedürftigen in den Pflegestufen I, II und III.

Zu den Betreuungsleistungen zählen: 

  • die Tages- oder Nachtpflege
  • die Kurzzeitpflege
  • Leistungen der Pflegedienste aus dem Bereich der allgemeinen Anleitung und Betreuung (nicht aus dem Bereich Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung)
  • die nach Landesrecht anerkannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote 

Pflegebedürftige mit erheblichem Betreuungsbedarf können außerdem die Beratungseinsätze der Pflegefachkräfte doppelt so häufig in Anspruch nehmen, d.h. bei Pflegestufe I und II zweimal im Halbjahr statt einmal und bei Pflegestufe III zweimal im Vierteljahr statt einmal. 

Finanzierung:

Die Kosten für die Betreuungsleistungen rechnen die Dienstleister (z.B. Tagespflegeeinrichtungen oder Anbieter niedrigschwelliger Betreuungsangebote) direkt mit Ihrer zuständigen Pflegekasse ab. Sie müssen Ihre Pflegekasse nur informieren, welchen Dienstleister Sie in Anspruch nehmen. 

Wird dieser Betrag in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der noch verbliebene Betrag auf das Folgejahr übertragen werden. 

Sozialhilfe: 

Ansprüche und Leistungen der Sozialhilfe kommen nur in Betracht, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung nicht greifen oder nicht ausreichen

Bei allen weitergehenden Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung, auf Wunsch auch bei Ihnen zuhause! Die Beratung ist kostenfrei.

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